Kennzahlendefinitionen

Absatz

Diese Kennzahl beschreibt die Umsätze des jeweiligen Energieversorgers, unterteilt in Hinblick auf die Geschäftsfelder Strom, Gas und Fernwärme in Kilowattstunden.

Abschreibungsquote

Bei der Abschreibungsquote wird die Abschreibung des Geschäftsjahres in Verhältnis zum Anlagevermögen gesetzt. Mittels dieser Kennzahl lässt sich prozentual die Höhe der durchschnittlichen Nutzungsdauer von Anlagevermögen bestimmen.

Abschreibungsquote (HK-Basis)

Bei der Abschreibungsquote (HK-Basis) wird die Abschreibung des Geschäftsjahres auf Anlagevermögen in Verhältnis zu den Herstellungskosten (HK) des Anlagevermögens gesetzt.

Abschreibungsquote (BW-Basis)

Bei der Abschreibungsquote (BW-Basis) wird die Abschreibung des Geschäftsjahres auf Anlagevermögen in Verhältnis zum Buchwert (BW) des Anlagevermögens gesetzt.

Anlagenabnutzungsgrad

Der Anlagenabnutzungsgrad gibt das Verhältnis der kumulierten Abschreibungen im Verhältnis zum Anlagevermögen an. Das Anlagevermögen, bewertet hier die Herstellungskosten. Ein hoher Anlagenabnutzungsgrad eines Unternehmens deutet darauf hin, dass das Anlagevermögen ggf. entsprechend erneuert werden muss und damit eventuell zukünftig ein Finanzierungsbedarf für Ersatzinvestitionen zu erwarten ist.

Anlagenintensität

Diese Kennzahl beschreibt den prozentualen Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen.

Aufwendungen für bezogene Leistungen

Unter den „Aufwendungen für bezogene Leistungen “ sind sämtliche Aufwendungen für Leistungen Dritter zu erfassen, die das Unternehmen für den Fertigungs- (oder Leistungs-), Vertriebs- und Verwaltungsbereich in Anspruch nimmt. Für eine inhaltliche Abgrenzung dieser Position ist bedeutend, dass sie einen Unterposten des mit „Materialaufwand“ bezeichneten Hauptpostens bildet.

Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis bezeichnet den Gewinn eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum, bei dem das außerordentliche Ergebnis, die Steuern und das Finanzergebnis noch nicht berücksichtigt sind. Alle betrieblichen Aufwendungen und Erträge sind enthalten.

Bilanzsumme

Die Bilanzsumme ist der Betrag, der sich ergibt, wenn man in einer Bilanz entweder sämtliche Aktiva oder sämtliche Passiva addiert. Eine Bilanz zeigt auf der rechten Seite das Kapital, das einem Unternehmen zur Verfügung steht (Passiva). Auf der linken Seite zeigt sie, in welcher Form dieses Kapital im Unternehmen vorhanden ist (Vermögenswerte, Aktiva).

Cash-to-Cash Zyklus

Diese Kennzahl stellt die Dauer dar, in der das für eine Investition benötigte (Finanz-)kapital gebunden ist, bis die mit Hilfe der Investition erwirtschafteten Gewinne in Form von Einnahmen bzw. Einzahlungsströmen in die Kasse des Unternehmens zurückfließen. Hierzu wird das Verhältnis von Working Capital und Umsatz mit 365 Tagen multipliziert.

EBIT / Betriebsergebnis

Die Earnings before Interests and Taxes (Ergebnis vor Zinsen und Steuern), zeigt einen um steuerliche und finanzierungspolitische Aspekte bereinigten Jahresüberschuss, wodurch eine Aussage über die operative Leistungsfähigkeit getroffen werden kann. Das EBIT spiegelt die Ertragskraft und Effizienz eines Unternehmens wider. Alternative Begriffe: Betriebliches Ergebnis, Betriebserfolg, Betriebsergebnis (Betriebsgewinn bzw. Betriebsverlust), Operativer Gewinn, Operatives Ergebnis, ordentliches Betriebsergebnis, PBIT (profit before interest and taxes)

EBITDA

Die Earnings before Interests, Taxes, Depreciation and Amortisation (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) lässt sich mit einer einfachen Formel berechnen, indem zum EBIT die Abschreibungen hinzuaddiert werden. Die Abschreibungen umfassen dabei sowohl die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens als auch auf Sachanlagen.

Eigenkapitalrendite

Diese Rendite ist das prozentuale Verhältnis des Jahresüberschusses vor Steuern vom Einkommen und Ertrag zum Eigenkapital.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bezeichnet den Gewinn eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum, bei dem das außerordentliche Ergebnis und die Steuern noch nicht berücksichtigt sind. Alle betrieblichen Aufwendungen, Erträge und das Finanzergebnis sind enthalten.

Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote gibt den Anteil des wirtschaftlichen Eigenkapitals an der Bilanzsumme des Unternehmens an. Hierzu zählen das gezeichnete Kapital, Kapital- und Gewinnrücklagen, Gewinn- und Verlustvorträge sowie der Jahresüberschuss.

Fremdkapitalquote

Die Fremdkapitalquote bezeichnet den Anteil des Fremdkapitals an der Bilanzsumme des Unternehmens. Hierzu zählen sämtliche Verbindlichkeiten, wie z.B. Darlehen gegenüber Banken und Anteilseignern sowie Rückstellungen und passive Rechnungsabgrenzungsposten.

Fremdleistungsintensität

Die Fremdleistungsintensität drückt die Fremdleistungskosten in Prozent zur Betriebsleistung aus (Umsatz bezogen). Dabei wird die Aufwendung für bezogene Leistungen ins Verhältnis zum Umsatz gesetzt.

Forderungen in Tagen

Hierbei handelt es sich um die Angabe, wie viel Tage durchschnittlich vergehen, bis Kunden ihre Rechnungen bezahlen.

Gesamtkapitalrendite

Gesamtkapitalrendite ist das Verhältnis von Gewinn vor Steuern zuzüglich Zinsen zum Gesamtkapital.

Gewinnabführung an Stadt / Gesellschafter

Ein Gewinnabführungsvertrag ist ein Unternehmensvertrag, mit dem sich ein Unternehmen verpflichtet, seinen ganzen Gewinn an ein einziges anderes Unternehmen oder an die Stadt abzuführen.

Jahresüberschuss

Der Jahresüberschuss ist der Gewinn nach Steuern vom Einkommen und Ertrag. Noch nicht berücksichtigt dagegen ist hier die Gewinnabführung an Stadt/Gesellschafter.

Mitarbeiter

Es werden sämtliche Mitarbeiter erfasst, die direkt oder indirekt an den Leistungserstellungsprozessen des jeweiligen Energieversorgers beteiligt sind. Hierzu zählen alle Angestellten in Erzeugungs-, Bezugs-, und Verteilungsanlagen sowie diejenigen Angestellten die einer Tätigkeit im Rahmen der allgemeinen Verwaltung nachgehen.

Materialintensität

Die Materialintensität drückt die Materialkosten in Prozent zur Betriebsleistung aus (Umsatz bezogen). Eine besonders hohe Quote über 50% ist ein Indiz, dass viele Teile für die Herstellung eines Produkts zugekauft werden. Eine geringe Materialintensität steht für viel Eigenfertigung im Unternehmen.

Net Working Capital

Das Nettoumlaufvermögen erlaubt es, den Nettofinanzbedarf zur Finanzierung kurzfristiger Aktiva zu ermitteln. Es ist definiert als das Kapital, das für ein Unternehmen Umsatz generiert, ohne Kapitalkosten im engeren Sinne zu verursachen. Es berechnet sich aus der Addition der Forderungen aus Lieferung und Leistung und der Vorräte abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Personal- und Materialkostenanteil

Diese Kennzahl beschreibt das Verhältnis von Personal- oder Materialkosten im Verhältnis zur gesamten Kostensituation des Unternehmens (Kosten bezogen).

Personalproduktivität

Die Personalproduktivität ermittelt die Wertschöpfung pro Mitarbeiter (durchschnittliche Beschäftigtenzahl). Die Wertschöpfung wird ins Verhältnis zur durchschnittlichen Mitarbeiterzahl gesetzt.

Rohertrag

Das Rohergebnis bezeichnet einen Deckungsbeitrag unter Verrechnung des bewerteten Materialeinsatzes sowie der anderen aktivierten Eigenleistungen mit den Umsatzerlösen.

Umlaufintensität

Die Umlaufintensität setzt das Umlaufvermögen eines Unternehmens ins Verhältnis zum Gesamtkapital. Die Umlaufintensität gibt Auskunft darüber, wie lange das Umlaufvermögen im Unternehmen verweilt.

Umsatz

Diese Kennzahl beschreibt die monetären Umsätze des jeweiligen Energieversorgers, unterteilt im Hinblick auf die Geschäftsfelder Strom, Gas und Fernwärme in Euro-Beträgen, ohne Strom- und Gassteuern.

Umsatzrendite

Diese Kennzahl beschreibt das Verhältnis von Umsatz und dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Im Verhältnis zur klassischen Definition wurde hier das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit als Bezug ausgewählt, da dieses nicht durch Gewinnabführungsverträge beeinflusst wird.

Vorräte in Tagen

Diese Kennzahl setzt die Umschlagshäufigkeit des Vorratsvermögens ins Verhältnis der Tage eines Jahres, die Bezugsgröße für die Umschlagshäufigkeit ist hier der Materialaufwand. Sie gibt Aufschluss darüber, wie lange die Vorräte und das dafür benötigte Kapital durchschnittlich gebunden sind. Eine Reduzierung der Lagerdauer führt zu einer niedrigeren Kapitalbindung und damit zu einer Steigerung der Wirtschaftlichkeit.

Wertschöpfungsquote

Die Wertschöpfungsquote wird häufig auch Maßzahl für die Wertschöpfungstiefe verwendet: Agiert der Versorger nur als Händler oder erzeugt er den Strom selbst? Dabei wird die Wertschöpfung ins Verhältnis zum Umsatz gesetzt.

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